Webdesign und TYPO3 by p2 media
25.09.2017
Sie sind hier: 
Suche
Brut- und Rastgebiet Meerbruch

Die Aufgabe der intensiven Landwirtschaft, die Neuanlage flacher, zeitweise wasserführender Gewässer (Blänken) und der Anstau von Gräben im Winterhalbjahr verbessert die Lebensbedingungen der feuchtigkeitsliebenden Pflanzen und der Wiesen- und Wasservögel.

Zahlreiche Blänken sind inzwischen angelegt worden. Durch die lange Wasserführung im Frühjahr entstehen ausgedehnte feuchte Flächen. Hier können Watvögel, wie die Uferschnepfe oder die Bekassine mit ihren langen Schnäbeln tief im Boden nach Insektenlarven suchen. Auch viele der typischen Pflanzen der Feuchtwiesen, wie die Sumpfdotterblume oder Sumpfblutauge, finden im Randbereich der Blänken ideale Lebensbedingungen. 
Die wichtigste Voraussetzung für die Entwicklung des Lebensraumes ist die Wiedervernässung des Gebietes. Um den Grundwasserstand zeitweise anzuheben, werden seit 1997 regulierbare Stauanlagen in die Gräben eingebaut und ein Teil der Wiesen im Winter und Frühling flach unter Wasser gesetzt. Der Wasserstand wird anschließend wieder abgesenkt, damit die Flächen zur Mahd Ende Juni wieder problemlos befahren und somit landwirtschaftlich zu nutzen sind.

Am Beispiel „Feuchtgebiet internationaler Bedeutung Steinhuder Meer“ wird dokumentiert und demonstriert, wie ehemals durch menschliche Eingriffe belastete, jedoch ökologisch wertvolle Bereiche, auf der Grundlage entsprechender Pflege- und Entwicklungspläne erneut zu Lebensstätten für typische Vogelarten, die auf feuchtes bzw. nasses Grünland angewiesen sind, wieder hergestellt werden können. 
Im „Brut- und Rastgebiet Meerbruch“ ist durch die eingeleiteten Maßnahmen eine deutliche Verbesserung der Situation für Wat- und Wasservögel sowie für Zugvögel eingetreten. Besucher können hier sehen, dass die Bundesrepublik in der Entwicklung von Strategien und im Management von Auswirkungen auf Umweltveränderungen innovativ handelt. Es gibt eine gemeinsame Verantwortung der Länder, Entscheidendes für die Vogelwelt und ihre Lebensräume zu tun, um besonders den Arten, die auf Wasser und störungsfreie Feuchtgebiete angewiesen sind, auch Rast- und Überwinterungsmöglichkeiten zu sichern.  
Am Steinhuder Meer ist dieses Vorhaben vorbildlich gelungen.

Region Hannover 2017